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Wirtschaftlich und sozial: Wie wir privaten Wohnungsbau fürs Gemeinwohl nutzen wollen

In dem letzten Beitrag zu unserem Wohnbau-Antrag haben wir dargestellt, wie wir über Umzugsketten den Generationenwechsel in gewachsenen Siedlungen anstoßen wollen. Unsere Initiative verfolgt aber noch ein weiteres zentrales Ziel: Wir wollen sicherstellen, dass dringend erforderlicher, preisgebundener Wohnraum in Meppen geschaffen wird – und zwar sozial integrativ und haushaltsschonend. Der Schlüssel dazu ist eine clevere Innenverdichtung. Die Stadt sichert ungenutzte Baulücken und vergibt sie an private Investoren – strikt gekoppelt an die vertragliche Pflicht, dass Wohnungen mit Mietpreisbindung entstehen. Gleichzeitig tun wir so etwas gegen die steigenden Mieten in Meppen – ohne neue Flächen versiegeln zu müssen.

Der akute Bedarf an bezahlbarem Wohnraum steht schwarz auf weiß im Wohnraumversorgungskonzept der Stadt: Bis zum Jahr 2040 fehlen in Meppen mindestens 123 neue bezahlbare Wohnungen mit fester Mietpreisbindung. Unsere Initiative liefert eine pragmatische Strategie, um dieses Problem anzugehen.

Stabile soziale Strukturen für Meppens Wohnviertel und Schulen

Große, hochverdichtete Sozialbauvorhaben lehnen wir entschieden ab. Solche Großprojekte führen zu sozialer Trennung und schwächen nachhaltig die Sozialstrukturen in unseren Wohnvierteln. Unser Konzept setzt stattdessen konsequent auf einen sozial integrativen Wohnungsbau:

  • Starke Nachbarschaften statt sozialer Trennung: Wir fordern eine dezentrale Beimischung von gefördertem Wohnraum direkt in den bestehenden, funktionierenden Vierteln. Das sorgt für lebendige, sozial durchmischte Quartiere in ganz Meppen.
  • Gleiche Chancen in der Bildung: Eine ausgewogene Wohnpolitik sichert stabile soziale Strukturen. Das ist die unverzichtbare Basis für die Zukunft unserer Schulen – denn faire Bildungschancen beginnen immer im direkten Wohnumfeld.

Wie das Modell den Haushalt der Stadt Meppen schont

In der Vergangenheit hat die Stadt Meppen auch eigene Sozialwohnungen gebaut, was den städtischen Haushalt verhältnismäßig stark belastet. Mit unserem Modell gehen wir einen anderen Weg und mobilisieren stattdessen privates Kapital, um die Stadtkasse vor unkalkulierbaren Baukosten zu schützen:

  • Investoren fürs Gemeinwohl aktivieren: Die Stadt baut nicht selbst, sondern gibt gezielt erworbene Grundstücke an private Investoren weiter.Diese Weitergabe erfolgt zum Bodenrichtwert über städtebaulicheVerträge oder im Erbbaurecht. Im Gegenzug für den günstigen Grund und Boden werden die Investoren vertraglich dazu verpflichtet, preisgebundenen Wohnraum zu errichten.
  • Günstiges Zeitfenster nutzen: Die aktuellen Rahmenbedingungen für den sozialen Wohnungsbau sind derzeit sehr investitionsfreundlich. Diese Gunst der Stunde müssen wir nutzen. Da sich die Situation am Kapitalmarkt und die Förderbedingungen schnell ändern können, ist jetzt schnelles Handeln geboten.

Dass wir damit den richtigen Kurs eingeschlagen haben, bestätigt auch das am 1. Juni 2026 im Bauausschuss beschlossene Stadtentwicklungskonzept (STEK). Dieses fordert explizit, dass der soziale Wohnungsbau bei Nachverdichtungen im Bestand mitgedacht werden sollte. Unser Antrag liefert das praktische Werkzeug, um diese Ziele für Meppen in die Tat umzusetzen.

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