Die Nachricht sorgte für eine positive Überraschung im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz: Einstimmig wurde beschlossen, dass die 166 für den Hochwasserschutz gefällten Bäume an der Dalumer Straße ersetzt werden. Dies geschieht, obwohl die Stadtverwaltung rechtlich nicht dazu verpflichtet wäre. Das Beispiel zeigt, wie konstruktive Kommunalpolitik funktionieren kann – fernab von starrem Lagerdenken.
Im Bericht der Meppener Tagespost über die Sitzung blieb die Frage offen, warum wir dem Antrag der Grünen diesmal zugestimmt haben, während wir einen ähnlichen Vorstoß nach Baumfällungen auf dem Deich in Esterfeld in der Vergangenheit abgelehnt hatten.
Die Antwort ist einfach: Weil dieser Antrag auf eine unbürokratische Lösung setzt, die direkt bei den Menschen ankommt.
Überparteilichkeit als unser Prinzip
Wir verstehen uns als unabhängige und überparteiliche Kraft. Unser Maßstab ist nicht, von wem ein Antrag kommt, sondern ob er sinnvoll für Meppen ist.
Der neue Vorstoß der Grünen hat uns überzeugt, weil er einen Weg einschlägt, den wir selbst seit langem fordern: direkte Beteiligung und unbürokratisches Handeln. Den vorigen Antrag zum Deich in Esterfeld hatten wir abgelehnt, weil er lediglich eine pauschale Forderung nach Ersatzpflanzungen enthielt. Dies hätte keinen konkreten Mehrwert für die Natur, sondern lediglich mehr Bürokratie für die Verwaltung bedeutet.
Der „Mein Baum für Meppen“-Erfolg als Vorbild
In ihrem aktuellen Antrag beziehen sich die Grünen explizit auf unsere Initiative „Mein Baum für Meppen“. Das Projekt war ein voller Erfolg: Die Nachfrage aus der Bevölkerung war so groß, dass deutlich mehr Meppener*innen einen Baum für ihren eigenen Garten wollten, als verfügbar waren.
Dass wir dem jetzigen Antrag zugestimmt haben, hat gute Gründe:
- Echter Zuwachs statt Statistik-Tricks: Der erste pauschale Antrag auf Ersatzpflanzungen hätte wohl eher dazu geführt, dass die Verwaltung ohnehin geplante Routinepflanzungen als „Ersatz“ deklariert. Durch die gezielte Vergabe an Privatpersonen stellen wir sicher, dass zusätzlich 166 Bäume gepflanzt werden, die das Lokalklima dort verbessern, wo die Menschen leben.
- Unbürokratisch & Effektiv: Es ist der direkteste Weg, den Baumbestand in Meppen spürbar zu erhöhen, ohne langwierige Planungsprozesse auf städtischen Flächen abwarten zu müssen.
Gemeinsam für Meppen
Die Tatsache, dass der Umweltausschuss am Ende gegen die Empfehlung der Verwaltung und einstimmig für den Antrag stimmte, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass die Fraktionen in Meppen bereit sind, gute Ideen der „politischen Konkurrenz“ zu unterstützen, wenn sie der Sache dienen.
Wir bleiben unserem Kurs treu: Sachlich, unabhängig und immer mit Blick auf das, was unsere Stadt voranbringt.





