In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses vom 08.02.26 haben wir gegen den Antrag der Grünen gestimmt, einen qualifizierten Mietspiegel für Meppen erstellen zu lassen. Warum wir das tun, obwohl auch wir steigende Mieten als ernstes Problem sehen? Hier sind unsere Gründe in aller Kürze:
1. Wenig Wirkung, viel Bürokratie Ein Mietspiegel klingt nach einer Bremse, ist aber in der Praxis oft ein zahnloser Tiger. Da er Neubauten (ab 2014) kaum berührt und bestehende Vormieten geschützt sind, bleibt der dämpfende Effekt minimal.
2. Teure Daten ohne Mehrwert Die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels kostet die Stadt Meppen voraussichtlich einen mittleren fünfstelligen Betrag. Hinzu kommen in den nächsten Jahren Kosten für die Aktualisierung. Geld, das wir lieber direkt in die Wohnraumförderung stecken würden, statt in statistische Erhebungen, die am Ende nur Papier füllen.
3. Ein „Weckruf“ für Mieterhöhungen Das ist unser wichtigster Punkt: Ein Mietspiegel zeigt schwarz auf weiß, wo Mieten noch unter dem Durchschnitt liegen. Wir befürchten, dass wir damit hunderten Vermietern, die bisher niedrigere Preise verlangt haben, dazu auffordern, die Mieten nach oben anzupassen und ihnen aus der Stadtkasse ein Werkzeug für die Umsetzung finanzieren.
Realpolitik statt Symbolik Für uns ist dieser Antrag populistische Symbolpolitik. Wir wollen echte Lösungen für bezahlbaren Wohnraum und keine teuren bürokratischen Instrumente, die nach hinten losgehen können.




