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Wettbewerb Emshafen

Posted by (hubert) on 02.05.2012
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Wettbewerb Emshafen

 

2011 hat die Stadt Meppen medienwirksam den Wettbewerb Stadtumbauprogramm „rechts der Ems“ in einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren angekündigt.

Selbstformuliertes Ziel dieses Wettbewerbes sollte es sein Lösungsvorschläge für die Entwicklung eines innerstadtnahen Mischgebietes mit Wohnungsangeboten, Dienstleistung, Tourismus und Freizeitanlagen zu erhalten. Dabei sollte der besonderen Lage unmittelbar an der Ems städtebaulich und ....planerisch Rechnung getragen werden.

In vielen Diskussionsbeiträgen wurde dieses Quartier vollmundig angekündigt als „Wohnen am Wasser“, „maritimes Quartier“, hochwertiges Wohnen in einem neuen Stadtteil der Stadt Meppen auf deren Realisierung die Baugesellschaften nur lange gewartet haben. Eine Besichtigung des Stadtrates in Leer sollte eindeutig plastisch und in natura die Möglichkeiten und die Potentiale und Perspektive, die in diesem Gelände schlummern aufzeigen und als Beispiel dienen.

immer wieder bei allen möglichen Anlässen, ob Sanierung von kontaminierten Böden oder ähnlichen wurde diese Planungsziele formuliert und immer wieder der Öffentlichkeit unterbreitet.

Schlussendlich ist jetzt die erste Stufe dieses Wettbewerbes abgeschlossen und vorgestellt worden mit einem vorformulierten festgelegten Pflaster was zumindestens die Straßenverkehrsführung betrifft.

Ziel des Kolloquiums mit betroffenen Anliegern sollte es gerade sein wichtige Eckbausteine dieses Wettbewerbes zu formulieren. Ergebnis ist das die Schützenstraße in ihrer heutigen Lage und Funktion erhalten bleibt und damit eine Vorabentscheidung gefallen ist, und den Planern möglichen Spielraum nimmt.

Wenn man sich das Quartier gerade aus der Vogelperspektive  wie in den letzten Tagen in der Meppener Tagespost veranschaulicht, kann man erkennen, das man gerade dieser Straßenführung eine Neugestaltung dieses Quartiers mit der Angedachten vielfach formulierten Nutzung nicht erreichen kann.

Zumal man bedenken muss das die Schützenstraße einer der Hauptzubringer für die MEP-Mall sein wird und damit eine wesentlich höhere Frequenz erreichen wird als zur Zeit.

Ein zweiter Punkt sollte ein zentrales Element der Neugestaltung des Gebietes ein Stadtrahmen mit urbanen Charakter, d.h. von Nutzungsvielfalt geprägten Quartier entstehen. Wer diesen Satz einmal richtig liest wird erkennen das hier gesagt wird, das hier an dieser Stelle eben alles möglich ist. Zitat „Der Gebietscharakter wird von einer Mischung von Nutzungen geprägt von Wohnen, Dienstleistungen, Gastronomie bis zum nicht störenden Handwerk und kleinteiligen Gewerbe.“ Für mich unverständlich das man hier in diesem Gebiet auch noch Handwerk und kleinteiliges Gewerbe zu lassen will, wer will in einem solchen Gebiet hochwertige Wohnungen und ein maritimes Wohnquartier erstellen. Auch die Tatsache das man plötzlich festgestellt hat, das am Rande des Quartiers ein Bahndamm und eine Bundesstraße vorhanden ist, kann nicht darüber hinwegtäuschen, das man an dieser Bahnlinie entlang eine Straßenführung hätte, eine Trasse hätte erstellen können mit auch entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen, damit man die Planungsziele erreichen konnte.

 

Grundsätzlich kann man feststellen, dass die von welcher Seite auch immer vorgetragenen Bedenken für eine andere Straßenführung der Schützenstraße im Vorfeld obsiegt haben, und damit aber den Planern auch eine völlig andere völlig neue 3. oder 4. Trassenmöglichkeit zum Planen genommen worden ist.

Nach meiner Meinung ist dies kein viel gepriesenes Highlight der Stadt Meppen, es wird ein Mischgebiet bleiben, in dem es mit Sicherheit nicht erstrebenswert sein wird zu wohnen. einige wenige Grundstücke am Wasser die jetzt schon vorhanden sind werden höchstwahrscheinlich aufgewertet und bebaubar sein, die dann als Alibi fürs gesamte Quartier dienen  können. Wir von der UWG-Fraktion sind maßlos enttäuscht von dieser konzeptionellen Weiterbearbeitung dieses Wettbewerbes und sind der Meinung, dass gerade dieser viel zitierte „offene Wettbewerb“ große Chancen beinhaltet hat, die man ihm deutlich beschnitten hat. Wieder eine Chance wieder eine Zukunftsvision in Meppen die nicht realisiert wird.

Die Schützenstraße ist und wird eine Zäsur bleiben und wird die herausragenden Flächen von den weniger guten teilen und damit ist die Anzahl der stadtnahen besseren Flächen vorab reduziert. Es gibt mehrere attraktive andere Linienführungen, Trassenführungen der Schützenstraße die auch Rücksicht auf die vorhandene Liga nehmen könnte und damit die attraktiven Flächen zum Wasser vergrößern würde. Warum lässt man z,B. die Schützenstraße nicht im ersten Bereich in ihrem Verlauf und lässt sie dann zu Hafenstraße abknicken, an der Bahnlinie entlang auf die alte Trasse der Schützenstrasse führen. Dadurch würde man eine riesengroße Fläche zum Wasser hin als hervorragendes Bauland erreichen.

Last changed: 26.06.2012 at 20:29

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