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GOA-Festival

Posted by (hubert) on 26.04.2018
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 GOA-Festival

 

Die Diskussion um das GOA-Festival im Funpark ist in der Tat aus dem Ruder gelaufen und  überemotional besetzt. 

 Wir von der UWG möchten mit unserer Stellungnahme etwas zur Klärung beitragen. 

Für den Funpark gibt es einen gültigen Bebauungsplan und  Flächennutzungsplan als ausgewiesenes Sondergebiet in dem Lärmpegel, Lärmspitzen, Überschreitungen und Zeitfenster festgelegt sind.  

In diesem Funpark gibt es überhaupt keine ausgewiesene, zulässige Fläche als Veranstaltungsfläche, auf der z.B. das GOA-Festival hätte statt finden können.   

Die brach liegende Sandfläche auf der das GOA-Festival stattgefunden hat, ist im Bebauungsplan als Speichersee festgelegt.   

Die Veranstalter des GOA-Festivals haben eben für diese oben genannte Fläche die Genehmigung beantragt, um dort auf dieser Freifläche dieses GOA-Festival 2017 stattfinden zu lassen. 

Zwei Behörden haben dieser Genehmigung, wir denken nach reiflicher Überlegung, sorgfältiger Prüfung und Abwägung, zugestimmt und die Genehmigung im Rahmen des übertragenen Wirkungskreises erteilt.   

Für die Erteilung dieser Genehmigung war es notwendig mit einer Befreiung vom Bebauungsplan, Ausnahmegenehmigung oder ähnlichem die GOA-Veranstaltung auf dieser im Bebauungsplan als Speichersee ausgewiesenen Fläche zu zulassen.   

Ausnahmegenehmigungen oder Befreiungen im Rahmen von Baugenehmigungen werden im Normalfall aber nur unter Beteiligung der Nachbarn oder der Politik erteilt.   

Nach Erteilung dieser Baugenehmigung hat das GOA-Festival 2017 im Funpark auf dieser Sandfläche stattgefunden, und die Veranstalter haben nach Aussage der Gutachter die geforderten Richtwerte eingehalten.   

Der Veranstalter konnte logischerweise davon ausgehen, dass 2018 ein 2. GOA-Festival genehmigt wird. 

Jetzt, ist ein Sturm der Entrüstung durch Hemsener Bürger und  Anlieger entfacht,  weil man diese Musik dieses Festivals für zu befremdlich, zu laut, zu langatmig usw. hält.   

Jetzt wird eine zweite Baugenehmigung bzw. Genehmigung ein Festival 2018/2019 durchzuführen nicht mehr erteilt, da unter anderem eine Befreiung, Ausnahmegenehmigung für den Speichersee als Veranstaltungsfläche nicht mehr erteilt wird.   

Jetzt, nach dem zwei Genehmigungsbehörden eine Genehmigung für ein GOA-Festival  2016 erteilt haben, wird die Verantwortung auf Politik und Rat geschoben um zu entscheiden, ob diese 2. Genehmigung  erteilt wird oder nicht.   

Beider ersten Genehmigung wurden Politik und Rat nicht gefragt.   

Das wird bedeuten, dass in Zukunft, und so ist es auch beschlossen, Veranstaltungen grundsätzlich im Funpark überhaupt nicht mehr stattfinden können, es sei denn, es wird von der Politik eine Befreiung für eine Veranstaltung erteilt.  

Wir fragen uns, wo denn, wenn nicht im Funpark kann man solche oder ähnliche unter Umständen lärmintensive Veranstaltungen durchführen. 

Wir fragen uns, wo waren denn die Hemesener Ratsmitglieder als der Funpark  geteilt wurde und eine noch Lärm intensivere Autorennstrecke nachträglich genehmigt wurde.    

Wo sollen denn junge Leute feiern, sich vergnügen, und vor allem Dingen wenn die Veranstaltung nicht den Zeitgeschmack Erwachsener trifft oder z. B.laut sind.  

Wohl gemerkt alles im Rahmen der zugelassenen Werte des Bebauungsplanes des Funparks.   

Wir hätten uns gewünscht, dass man von Seiten der Genehmigungsbehörden, die  diese Veranstaltung schon einmal nach sorgfältiger Prüfung genehmigt haben, und  jetzt von der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt worden sind, nicht nur einfach eine zweite Veranstaltung abgelehnt hätte, sondern man hätte sich konstruktiv mit dem Veranstalter auseinandersetzen müssen, und bemüht sein sollen, auch eine solche Veranstaltung im Rahmen der Richtwerte in Meppen zu behalten.   

Die Ursache für diese unsägliche Diskussion ist für uns also nicht das GOA-Festival an sich mit seiner sicher fremdartigen Musik, es ist eindeutig das Problem, dass zwei Genehmigungsbehörden diese GOA-Veranstaltung ohne Nachbarbeteiligung und ohne Beteiligung der Politik schon einmal zugestimmt haben.   

Wenn die zulässigen Werte eingehalten werden, sind dort nach unserer Meinung Veranstaltungen rechtens und möglich, ob Helene Fischer, GOA oder die kleine Nachtmusik.  

 

Günther Pletz 

 Vorsitzender der UWG-Fraktion Rat der Stadt Meppen

Last changed: 26.04.2018 at 23:11

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