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Elektromobilität

Posted by (hubert) on 27.04.2006
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 Redebeitrag  des Fraktionsvorsitzenden Günther Pletz zum Tagesordnungspunkt

„Elektromobilität“  im Kreistag vom  1.04.2019

.Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht von irgendeiner Partei oder irgendwelchen Gruppierungen der Antrag gestellt wird, irgendetwas was sich mit einem Ottomotor bewegt zu bezuschussen um auf Elektromobilität umzustellen. 

Alle Versuche in irgendeiner Form auf den Zug der Elektromobilität aufzuspringen, Geld zu generieren, sollen uns doch wohl nur suggerieren, dass die Elektromobilität die zukünftige Lösung für alle Probleme ist. 

Nach wie vor steht folgendes fest. 

1.   Deutschland hat den Zug der Elektromobilität schon lange verpasst.

Jetzt versucht man mit Milliardensummen, Steuergeldern diesen Rückstand wieder aufzuholen.

Vermeintlicher Weise könnte man die bestehenden guten Spitztechnologien besser von anderen einkaufen. 

2.   Die Elektromobilität ist und bleibt eine Übergangstechnologie. 

3.   Elektromobile werden angeblich nur mit erneuerbarer Energien betrieben.  Wer glaubt denn das! 

4.   Die Elektromobilität ist viel zu teuer. 

5.   Da sich heute alles auf die Entwicklung der neuen Batterientechnologien und der Elektromobilität stürzt, werden die wirklich ernsthaft möglichen Zukunftstechnologien wie Wasserstoff vernachlässigt.

Dadurch werden wir in ein paar Jahren in den gleichen Rückstand bei diesen Techniken geraten wie bei der Elektromobilität jetzt. 

6.   Sollten wir in der Lage sein die völlig illusorischen Ziele der Bundesregierung doch einzuhalten, und sich die Elektromobilität wie gehofft durchsetzt, ist unser Stromnetz völlig überlastet und ist nicht in der Lage diese Kapazitäten zu liefern. 

7.   Elektromobilität ist ein großes strategisches Konzept um riesige Konzerngewinne zu generieren, zu Lasten von Verbrauchern, Steuerzahlern. 

Ganz abgesehen davon kann die Elektromobilität die wahren Ziele, Klimawandel und Reduzierung von CO2-Ausstoss in keinster Weise leisten, schon gar nicht in einer so kurzen Zeit. 

Wir sollten wesentlich mehr unseren Blick auf andere Zukunftstechnologien werfen, wie Elektromanagement, Speicherung von Wind- und Solarenergie. 

Die in Lingen schon mehrfach vorgestellten Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung, Erzeugung sind nach meiner Ansicht nach zwar eine Herausforderung, aber zu bewältigen und stellen für mich die einzig vernünftige Antriebsquelle für Fahrzeuge, Individualverkehr und öffentlichen Personennahverkehr dar.

Wenn wir wirklich Klimaziele, Klimawandel erreichen wollen, so geht dies nicht nur mit Technologischen Entwicklungen sondern es muss ein totales Umdenken erforderlich werden. 

Dazu gehört Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen und Landstraßen, dazu gehören Städte die frei sind von Individualverkehr sind, dazu gehört nicht nur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs sondern ein kostenloser öffentlicher  Personennahverkehr usw. 

Die größte Einsparung wird aber dadurch zu erreichen sein, dass man einfach weniger Auto fährt, egal mit welcher Energiequelle. 

Ich werde langsam den Verdacht nicht los, dass die Abgasmanipulation der großen Automobilfirmen ein grandioses Schauspiel war, geschrieben von Industriebossen, Aktiengesellschaften Lobbyisten und Politik. 

Erst durch die Aufdeckung der Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen ist die Schadstoffdiskussion, Sperrung der Innenstädte erst so richtig ins Rollen gekommen. 

Jetzt soll dies alles mit Elektromobilen und Verdrängung von Verbrennungsfahrzeugen geändert  werden. 

Für die Industrie ist dies wieder ein Megageschäft, welches deutlich die Verluste, Schadensforderungen der Manipulation wieder wettmacht.. 

Der Bau von Elektrofahrzeugen bei einer größeren Verbreitung, wird tausende von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie, KFZ-Gewerbe kosten, die Fahrzeuge werden nur unwesentlich billiger werden, und der Steuerzahler wird sie nach wie vor subventionieren müssen, der Gewinn der Konzerne steigt. 

Mit Sicherheit hat jedes Automobilwerk schon downgesizte kleine hoch effiziente Ottomotoren mit extrem niedrigem Verbrauch und CO2-Ausstoss schon lange fertig im Regal liegen. 

Dies wäre ganz sicher die gescheiteste Übergangstechnologie, die viel weniger kosten würde. 

In der vorletzten Auto-Motor-Sport war zu lesen, dass bei einer Auslastung von ca. 30% in Elektromobilen der gesamte Energiehaushalt der Bundesregierung zurzeit sich darstellt zusammenbrechen würde. 

Genauso empfinde ich es als unnötig, dass der Landkreis teure Fahrzeuge der Marke BMW i3 in seinem Fuhrpark vorhält. 

Das sind Fahrzeuge die bis zu 50 Stundenkilometer fast genauso schnell beschleunigen wie ein Sportwagen der Marke 911.

Völlig unnötig und völlig unwirtschaftlich, wozu. 

Egal ob geleast, gekauft, wie auch immer, einer zahlt immer. 

Nach wie vor ist für mich die Elektromobilität nur eine Übergangstechnologie, in der wir nach meiner Meinung viel zu viele öffentliche Gelder hineinstecken. 

Der Klimawandel, die drastische Schadstoffreduzierung des Individualverkehrs in unseren Städten wird nicht durch Umstellung auf Elektrofahrzeuge zu vollziehen sein. 

Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass aus heutiger Sicht nur das Wasserstoff getriebene Fahrzeug für den Individualverkehr eine langfristige Zukunft hat. 

Die Maßnahmen die Landkreis hier in seiner Vorlage vorschlägt , sind sicherlich grundsätzlich richtig, doch nach meiner Meinung müssten alle diese Dinge nicht von über Kreishaushalt sondern von der Bundesregierung Deutschland und von den Verursachern bezahlt werden, geleistet werden.

 

Günther Pletz

 

Last changed: 06.05.2019 at 10:39

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