Page ID: 20
UWG Meppen - Aktuelles
UWG Meppen
Aktuelles
 
 

> Aktuelles

Bahnhofstrasse

Posted by (hubert) on 11.07.2011
Aktuelles >>

Nachfolgend die Redebeiträge und Kommentare der UWG Fraktion in der Stadtratssitzung von 7.7.2011

Bebauungsplan MEP Einkaufspassage Bahnhofstraße 

Um über diesen BP Plan zu entscheiden ist ein Blick in die Vergangenheit notwendig.

Vor ca. 40 Jahren wurden in Meppen zwei Fußgängerzonen geschaffen. Plötzlich und unerwartet ohne die dazugehörige Infrastruktur.

Gerade in der Bahnhofstraße fehlten Parkplätze und eine geregelte Erschließung. Die funktionierende Einkaufstraße verlor immer mehr an Bedeutung.

Der Bau des Kolpinghausparkplatzes kam zu spät, der Beschluss den innerstädtischen Ring von der Hubbrücke auf das Püntkers Patte zu verlegen war weitsichtig,  und die einzige Chance die Bahnhofstraße an den Markt fußläufig anzubinden. 

So blieb die Bahnhofstraße das was sie immer war, eigenständig solitär, ohne Lobby Tendenz weiter fallend, von einigen sicher auch gewollt, um die Geschäfte aus der Bahnhofstraße in den Markt zu ziehen.

Der weitere Verfall der Bahnhofstraße ist bezeichnend für die Meppen typische  städtebauliche  Konzeptionslosigkeit und Ideenlosigkeit seit Jahren.

Obwohl dort Existenzen vernichtet wurden, und das Ergebnis sichtbar für jeden, war die Bahnhotstraße ein politisches Stiefkind. Die Bahnhofstraße war Neustadt, eine Anbindung, wie auch immer, war nie Gegenstand der Diskussion. 

Kurz vor den Wahlen der letzten 30Jahre überschlugen sich die tollsten Ideen für eine Wiederbelebung der Bahnhofstrasse  um sie sofort nach der Wahl zu vergessen.

Auf Drängen der SPD und von Anliegern, welche so nicht mehr weiter machen wollten und konnten, wurde mit einer städtischen Untersuchung des Quartiers begonnen.

Erreicht außer losen Worthülsen wurde wieder nichts, aber viel wichtiger, die Bahnhofstraße erregte offensichtlich Interesse bei Investoren und unserem neuen Bürgermeister, der auf einmal das Quartier aus einem ganz anderen Blickwinkel sah und die Chance erkannte. 

Die Bahnhofstraße war, obwohl völlig desolat, gerade deshalb ein Sahnestück für eine Zusammenhängende Bebauung. Für viele bis dahin gar nicht denkbar. 

Erstaunlicherweise konkretisierten sich die Visionen, und kurz vor Ostern erklärten alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen diese einmalige Chance zu nutzen, und den Investor beim weiteren Vorgehen Bau der MEP zu unterstützen.

Der vorliegende BP Plan ist eine einmalige Chance das heruntergekommene Quartier komplett zu bebauen und auch die Umgebung aufzuwerten.

Der BP Plan lässt einen Gebäudekomplex zu,  welcher sich trotz seinen Größe Städtebaulich einordnet. 

Die Staßenrandbebauung an der Bahnhofstraße ist kleinteilig und erschließt auch die Ladenflächen, und wird auch die gegenüberliegende Seite beleben.

Die innere Erschließungspassage  erscheint nur an den Eingangsbereichen, der sogenannte Diamant wird ein Highlight werden, wie Meppen mehrere braucht. 

Die Diskussion über die Größe der Verkaufsflächen ist schwer nachvollziehbar, die gleiche Grundfläche hätten auch verschiedene Investoren auf diversen Parzellen erstellen können. Viel Kleinteiligkeit, ohne Rendite bei hohen Kosten, und wenig Aussicht auf Realisierung. 

Da Städte immer wachsen, war es sowieso logisch, das irgendwann sich die Verkaufsflächen in der Bahnhofstraße entwickeln mussten, da Flächen für große Ankermieter im  Wallbereich, fehlten.

Die Bahnhofstraße ist und bleibt Kerngebiet, und muss auch so akzeptiert werden, darf auch so bebaut werden. 

Auch scheint uns die Kritik der Umlandgemeinden an diesem Objekt doch mehr als fadenscheinig und nicht nachvollziehbar.

Nachdem man im Umkreis von Meppen, hoch mit Verkaufsflächen aufgerüstet hat und jede Mende Kaufkraft abgezogen, hat befürchtet man jetzt die Umkehr der Käuferströme.

Hier sollten wir doch uns etwas selbstbewusster  darstellen, Meppen ist schließlich die Kreisstadt des Landkreises Emsland.

Auch werden uns die konkreten völlig unsachlichen Nötigungen eines Marktanliegers nicht beeindrucken. Er hätte  besser  anstatt zu drohen, sich besser mit den Fristen seines Einspruches beschäftigt. 

Viel wichtiger ist für die UWG Fraktion die Frage der Anbindung, Verschmelzung der MEP mit der Innenstadt und die Infrastrukturelle Einbindung. 

Eindeutig, die UWG wird dem BP Plan auch ohne genaue Kenntnis der Anbindung und ohne Wissen, wie die gutachterlich erkannten Missstände beseitigt werden können zustimmen!!  

Aber nur, weil wir sicher sind, das das ganze Objekt in Frage gestellt wird, und nicht realisiert wird. 

Eindeutig, die UWG Fraktion wird keiner weitern Beschlussfassung bezugnehmend MEP zustimmen, bevor nicht alle ungeklärten Fragen der Erschließung schriftlich, konkret, mit Zeitschiene und Finanzierungsplan formuliert und noch von diesem Stadtrat noch vor der Wahl verabschiedet sind, u.U. mit einem 2. Nachtrag. 

Wir werden uns nicht mit großen Worten, Gesten, Versprechungen und unbezahlbaren Visionen zufrieden stellen lassen, welche sich dann nach der Wahl als unbezahlbar herausstellen.

Mit Vagen Zusagen, Ehrlichkeitsbekundungen wie beim letzten Nachtrag letzte Woche vorgetragen, ohne mittelfristigen Ansatz, realisierbar nur mit enormer Neuverschuldung oder Steuererhöhungen, verschoben auf den neuen Rat, welcher dann mit Bedauern sich nicht verantwortlich für die Zusagen des alten Rates hält. 

Wir nehmen hier den BG in die Pflicht,  unverzüglich einen Runden Tisch einzurichten, auch in den Ferien, um mit Vertretern des Gewerbes, Stadtratsmitgliedern aller Fraktionen einen konkreten Maßnahmenplan mit Terminplan mit Finanzierungsplan für die Erschließung, für die Anbindung zu erarbeiten, der noch vom alten Rat verbindlich beschlossen wird. 

In diese Überlegungen muss auch der Architektenwettbewerb, müssen Ideen aller Beteiligten einfließen, Vorrang hat aber eine realistische Finanzierung.

Und bitte keine Entschuldigungen dass wir keine Zeit mehr haben. Wir wollten eine ambitionierte Zeitschiene für den BPlan, dann bitte auch für alle anderen Fragen 

Für all dies war schon Zeit genug, man hätte kurz nach Ostern damit beginnen müssen, Ergebnisse auch von Wettwerben hätten schon lange vorliegen müssen, und wie auch immer in diesen B Plan einfließen müssen. 

Aber Meppen repariert immer sagt immer, hätte müssen, machen wir morgen, Flickschusterei. 

Je länger die Diskussionen über die MEP geführt werden, je obskrues die Ideen und Visionen sprudeln, je deutlicher wird für uns, eine realistisch Anbindung der MEP an die Innenstadt ist nur fußläufig über die jetzige Hubbrücke möglich, mit gleichzeitiger  Schließung des innerstädtischen Ringes über das Püntker Patt.

Auch wenn es einige nicht wahrhaben, die Geschichte wird uns recht geben. Die Bürger haben uns schon lange verstanden.

Wir erteilen Visionen  wie  gläserne Brücken o.ä., übrigens hat der vermeidliche Vater dieser Idee diese beim Architekten der Mall geklaut, eine eindeutige Absage. Hier muss schon etwas intelligenteres Finanzierbares erdacht werden, hier muss mittelfristig die Option der 2. Brücke offenbleiben. 

Auch haben diese unüberlegten Visionen und Umfragen nur zur Verunsicherung beigetragen,  und gezielte Überlegungen blockiert.

Wenn nicht eine finanzierbare sofortige Lösung, oder auch Teillösung gefunden wird, werden die MEP und der Markt solitär bleiben und es werden zwei eigenständige konkurrierende Zentren entstehen, welche schlussendlich beide verlieren.

Ein Knochen ohne Fleisch. 

Dazu gehört auch eine Erneuerung der Fußgängerzone, aber mit einer realistischen Beteiligung der Anlieger, die Fertigstellung wurde schon vor 5 Jahren von der CDU im Wahlkampf Versprochen.

Wir von der UWG haben etliche Möglichkeiten vorgeschlagen und zu Diskussion gestellt, alle wurden von der CDU ignoriert. 

Es gibt durchaus Möglichkeiten auch ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, eine fußläufige Verbindung zwischen Markt und MEP herzustellen, um später die 2.Brücke zu bauen.

Vorschlag 1

2.   Mit einer Einbahnstraße wäre auch eine Ableitung des Verkehres hinter der Hubbrücke zum Püntker patt möglich, dadurch würde die Hasestraße zwischen den Banken Fußgängerzone. 

3.   Sperrung der Hubbrücke komplett für den Autoverkehr, und Ableitung des Verkehrs wie beim Bau der Hubbrücke, aber mit dem Vorteil das a.) die Kolpingstraße Durchgangsstraße ist und b) der neuralgische Punkt Hasebrinkbrücke  beseitigt ist.

So kann man sich, wenn man will, noch viele andere bezahlbare Versionen Visionen vorstellen. Jede, welche auch immer muss jedoch umgehend durchgeführt  und finanzierbar sein.

FAZIT

Wir wollen das MEP Kommt,  funktioniert, und das den Besucher Käufer der MEP fußläufig ebenerdig, eine reizvolle Passage zu Innenstadt angeboten wird, und das der Markt das wird, bleibt, was er Immer war, der Mittelpunkt der Stadt Meppen.

Wir möchten dass auf Grund von Meppen niemand um die eine Existenz fürchten muss, sondern die gesteigerte Attraktivität Anziehungskraft der Stadt allen zum Vorteil wird.

Das geht aber nur wenn alle an einem gleichen Strang ziehen und nicht nur bis zur nächsten Wahl denken.

 

Günther Pletz, Fraktionsvorsitzender der UWG Stadtratsfraktion

Last changed: 12.07.2011 at 18:12

<< zurück