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UWG Meppen - 20 Jahre UWG
UWG Meppen
20 Jahre UWG
 
 

> 20 Jahre UWG

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der UWG Meppen, liebe Gäste,auch ein herzliches willkommen auch von mir, ein besonderer Gruß an unseren BM  H. Knurbein und an seine Frau Doris, herzlich willkommen.

Ich freue mich, nein ich bin überwältigt, wie viele doch unserer Einladung gefolgt sind.

Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Einladungen verschickt hatten!!

 Verehrte Gäste, ein herzlichen Dank für Ihr kommen, ich werte Ihre Anwesenheit  mal ganz eigennützig als eine Form der Wertschätzung für unsere Arbeit, für unsere UWG.

Heute hätten wir  gerne auch unseren ehemaligen BM Heinz Jansen, bei uns gehabt, der aber hat leider  kurzfristig abgesagt hat.

 Vorab, dass ich es nicht vergesse,  von mir ein Dank an die Kolleginnen-Kollegen der UWG Emsland, die uns gerade vor 20 Jahren bei der Gründung geholfen und uns unterstützt haben.

 Mein Dank geht an die Mitglieder und deren Partner der UWG Meppen, an die Kandidaten, und an viele fleißige Hände im Hintergrund.

 Mein Dank geht auch an die Kollegen der verschiedenen Ortsverbände der UWG im Landkreis Emsland, an die Bürgermeister der UWG`s im Landkreis, und an die Kollegen der UWG Kreistagsfraktion, mit denen wir schon jahrelang vertrauensvoll zusammenarbeiten.

 Zusammengearbeitet haben wir mit 4 Stadtdirektoren bzw Hauptamtlichen Bürgermeistern, ……, und 2 Landräten bzw Kreisdirektoren, mit verschiedenen ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen-Bürgermeister, und ehrenamtlichen Landräten.

 Nicht unerwähnt bleiben sollen die  ca 70 Stadtratskollegen und ca. 90 Kreistagskollegen der anderen Fraktionen im Stadtrat und Kreistag, die genaue Zahl konnte ich nicht ermitteln, leider sind in den 20 Jahren mehr als 10 von uns gegangen.

 Dank auch an  viele loyale Mitarbeiter bei Stadt und Landkreises.

 Unser, mein ganz besonderer Dank, und damit das wichtigste,  geht an unsere treuen Wähler, die Bürgerinnen- Bürger und die Unterstützer der UWG Meppen, und an alle Multiplikatoren unserer Ideen.

Dank jetzt schon, auch an die die ich eventuell vergessen habe.

 Meine Damen und Herren, Bevor ich die Geschichte der 20 Jahre UWG in Erinnerung bringen möchte, vorab doch noch ein paar Gedanken zu unserer UWG und den UWGs allgemein.

Die Idee, das Gedankengut Partei Unabhängig Politik zu gestalten nimmt ständig zu.

 Einige nennen sich Freie Wähler, UWG, Wählergemeinschaft oder Bürgernahe wie zum Beispiel die Kollegen aus Lingen, die ich auch von hier nochmal besonders begrüße, und mit denen wir auch dieses Jahr wieder mit einer gemeinsamen Liste bei den Kreistagswahlen antreten.

Als wir vor 10 Jahren unser Jubiläum gefeiert haben, hat Frau Krappidel von der Uni Halle uns  mit Statistiken, Auswertungen dargestellt wie die Unabhängigen WG und FW enorme Steigerungen in den letzten Jahren erfahren Konnten.

 Dieser Trend ist in den letzten 10 Jahren deutlich verfestigt und

hat deutlich zu genommen.

 In fast allen Gemeinden, Städten gibt es inzwischen derartige politische Gruppen, Aktivitäten, und viele unabhängige Kandidaten sind in Gemeinde- und Stadträte eingezogen.

 Der ursprüngliche Gedanke sich nur temporär mit speziellen Sachthemen zu beschäftigen, und dann wieder zu verschwinden, hat sich total geändert, und die Wählergemeinschaften sind zu einem festen  Nachhaltigem Bestandteil der Kommunalpolitik geworden.

 Es gibt immer mehr BM/LR und BM/LR Kandidaten die Partei unabhängig agieren.

 Unabhängige Politik ist moderne aktive  dynamische Politik, für Menschen aller Gesellschaftschichten und jeden Alters.

Politik gegen Politikverdrossenheit, für mehr Bürgernähe und Bürgerbeteiligungen.

 93,3 % der Menschen die sich  Wählergemeinschaften anschließen und engagieren, möchten das Sachpolitik und nicht Parteipolitik die  Entscheidungen in den Parlamenten beeinflusst.

Viele Menschen in Deutschland wenden sich aktuell  von den großen Volksparteien und ihrer Politik ab, da sie sich in den Entscheidungen nicht mehr wiederfinden, und die Politik eventuell auch nicht mehr verstehen können.

 Politische Entscheidungen, politische Zielrichtungen der großen Politik  werden immer mehr einem wechselnden Zeitgeschmack angepasst.

Oft denkt man nur an die nächste Wahl.

 Die, die sich Macher nennen, sind Verwalter, die  Entbürokratisierung fordern blähen die  Verwaltung noch mehr auf.

 Andere Politische Richtungen, deren Handeln  wir uns deutlich distanzieren, werden leider für viele zur Alternative.

 Auch Kommunalpolitik ist inzwischen so komplex, so zeitaufwendig, dass viele interessierte Bürgerinnen-Bürger sich scheuen, sich um ein Mandat zu bewerben.

 Das muss sich ändern.

Gerade Kommunalpolitik muss sich wieder näher zu Menschen bewegen, muss die Menschen ansprechen, Politik  hinter den verschlossenen Türen muss verschwinden.

 Politik muss wieder Bringschuld werden, die Menschen müssen sich in den Entscheidungen wieder finden.

 Ein Mandat ist eine Verpflichtung.

 Aus diesen, und Vielen anderen Gründen kümmert sich die UWG nur regional um die Stadt Meppen und den Landkreis Emsland.

 Unabhängige Wählergemeinschaften in die Landes Parlamente oder Bundespolitik hineinzubringen ist übrigens so gut wie unmöglich, und nur mit enormen finanziellen Aufwand zu leisten, oder mit Hilfe von Lobbyisten, was dazu führen würde, das man die Unabhängigkeit schon sofort wieder verlieren würde.

 Deshalb engagiert sich die UWG Meppen nur in der Stadt Meppen, und im LandkreisEmsland, obwohl wir durchaus eine Meinung zur großen Politik haben, und auch Wähler sind.

Wir tun dies mit viel persönlichem Einsatz, viel Engagement und eignen Geldmitteln.

 Ja, Meine Damen und Herren  heute vor 20 Jahren, genau am 7.Juni 1996 ist die UWG  von politisch interessierten kreativen Querdenkern,  in Meppen gegründet worden.

 Die UWG ist, so kann man heute sagen, gerade aus dem Teenager Alter heraus, aber schon ganz schön erwachsen geworden.

 Eine Erfolgsstory,  ein Erfolgsmodell, ein Gewinn für Meppen, ein neues politisches Format für Meppen.

Unvorstellbar wie schnell die Zeit vergangen ist, und was sich inzwischen ereignet hat.

 Ein kleiner Rückblick.

Die UWG Meppen wurde 1996 in einer spontan einberufenen Gründungsveranstaltung im Restaurant Kamp in Meppen gegründet.

Der reservierte Raum reichte nicht aus und viele Interessierte mussten vor der Tür verharren.

 Gründungsmitglieder laut Satzung waren

Nach der offiziellen Gründung und Vorstellung der Satzung wurde Günther Pletz zum ersten  1. Vorsitzenden gewählt.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal besonders an unsere Gründungsmitglieder Wolfgang Schreyer, und Dieter Diekel erinnern, die leider nicht mehr unter uns sind, die wir aber  nicht vergessen werden.

An gleichen Abend den 7.Juni 1996 haben sich ca. 100 Bürgerinnen-Bürger der Stadt Meppen als Mitglieder der UWG eintragen lassen.

 Heute fast unvorstellbar, wie wir 1996 unter ungeheurem Zeitdruck in einem Monat die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 1996 treffen mussten.

 Wir haben:

 

 Das alles mit Hilfe vieler, in viel Nachtarbeit, alles ohne finanzielle Unterstützung, alles aus eigener Tasche finanziert und von viel Idealismus getragen.

 Unser großes Ziel war es 1996 in Fraktionsstärke in den Stadtrat einzuziehen, und mindestens  einen Sitz im Kreistag zu besetzen.

 Einige der Leitsätze der Gründungversammlung waren:

Stadtrats Politik muss wieder attraktiv werden, Fraktionszwang wird es in  der UWG niemals geben.

In schlechten Zeiten gute Politik machen.

 1996 haben wir es dann geschafft mit einem knappen zweistelligen Ergebnis genau unsere gesetzten Ziele zu erreichen, was eine deutliche Bestätigung unserer Arbeit durch unsere Wählerinnen-Wähler  war, drei Kandidaten im Stadtrat und einen Platz im Kreistag.

 Damit wurden wir auf Anhieb die dritte politische Kraft im Stadtrat und Kreistag.

Dafür noch einmal von mir mein ganz herzlicher Dank an alle Wähler, es hat sich gelohnt.

 Viele von uns werden sich noch an die Spannung am Samstag vor der Wahl erinnern, als uns Frank Anneken mit der Riesentorte –Damit Ihnen die UWG Schmeckt-, überrascht hat.

 Nicht unerwähnt lassen möchte ich heute, dass wir von der UWG  alles aus eigener Kraft und eigenen Mitteln finanzieren, keine Zuschüsse für Materialien o.ä. von Landes- oder Bundeszentralen abrufen können, die letztlich vom Steuerzahler bezahlt werden.

 In der ersten Wahlperiode 1996-2001 haben wir dann den Versuch gewagt mit einer Zählgemeinschaft der Oppositionsparteien  der CDU die Ratsmehrheit zu nehmen.

 Was anfangs gut aussah, hat sich aber nicht bewährt, und ich sage heute schon dass es in Zukunft so etwas wie eine Zählgemeinschaft mit  der UWG nicht geben wird.

Die UWG ist und bleibt unabhängig, und wird immer im Sinne der Sache zum Wohle der Stadt Meppen und des Landkreises und deren Menschen Mehrheiten mit anderen Fraktionen, konstruktiv und sachlich suchen, und möglich machen.

 Die Kolleginnen und Kollegen die uns 1996 prophezeiten, in 5 Jahren seid ihr sowieso wieder weg vom Fenster,  haben wir sicher enttäuscht.

 Bei den nächsten Wahlen Konnten wir unseren Stimmenanteil erhöhen und 4 Ratsmandate erreichen.

 In zwischen sind wir im Meppener Stadtrat und im Kreistag zu einer festen nachhaltigen kompetenten, in unseren Grundsätzen stabile politische Größe geworden.

Bei der letzten Wahl konnten wir unser Ergebnis wieder steigern und uns mit 5 Mandaten im Stadtrat bei den Wählern bedanken.

 Wenn der Kollege De Hondt uns etwas besser gesonnen gewesen wäre, hätten wir bei rechnerisch 5,76 Personen sogar 6 Mandate erreichen müssen.

 In den letzten 10 Jahren hat sich die Arbeit der UWG immer wieder dadurch ausgezeichnet, dass wir konstruktive nachhaltige machbare Vorschläge erarbeitet haben, und zwar in allen Fassetten der Ratsarbeit.

 Einige unserer wichtigsten Themen waren, ohne Vollständigkeit,

Auf Antrag und Initiative der UWG wurden zwei Bürgerbegehren, eine Bürgerbefragung, und eine Bürgerwerkstatt beantragt und durchgeführt.

Übrigens auch alles aus eignen Mittel der UWG finanziert.

 

Ein absolut bürgernahes und bürgerfreundliches Verfahren, ein Eckstein unserer Politik.

Wir können stolz darauf sein, und uns bei 7500 Meppener Bürgerinnen und Bürgern bedanken die sich beteiligt haben, wobei man wissen muss,

dass dies  mehr als die Hälfte der Wähler bei der Kommunalwahl 2011 war.

 Mit großem Einsatz haben wir es geschafft, mit dem sogenannten  Meppener Modell, mit Unterstützung der anderen Oppositionsparteien, einen neuen überparteilichen, unabhängigen neutralen Kandidaten, Helmut Knurbein für die  Bürgermeisterwahl aufzustellen.

Helmut Knurbein ist mit einem überwältigenden Ergebnis im 1. Wahlgang ins Rathaus eingezogen, gegen den amtierenden Amtsinhaber Jan Eric Boling.

 Viele werden die Stunden im Ratssaal ein Leben lang nicht vergessen, als die Stimmen ausgezählt wurden, und dann dieses grandiose Ergebnis feststand, und viele sich in den Armen lagen.

 Für uns ist die Arbeit im Stadtrat jetzt wesentlich transparenter, einfacher angenehmer und konstruktiver geworden.

Alle Parteien, Fraktionen werden gleich behandelt, informiert.

Dies würden wir uns auch für den Kreistag wünschen.

 Wir von der UWG leben und praktizieren diese Art der transparenten Bürgerfreundlichen Politik, ohne Fraktionszwang und Anerkennung der Meinung jedes einzelnen, als Grundsatz schon immer.

Politik hinter verschlossenen Türen, nach dem Motto die machen sowieso was sie wollen, darf es unserer Meinung nach nicht geben.

 Das geflügelte Wort unseres viel zu früh verstorbenen Mitbegründers Wolfgang Schreyer  von --der Demokratischen Streitkultur- ist eines unserer Leitbilder.

 Der Stadtrat, die Ausschüsse müssen zu einem transparenten offenen Forum dieser Stadt werden, indem alle politisch agierenden Ihre Position in einer fairen Diskussion in einer offenen Abstimmung nach dem Gewissen des einzelnen entscheiden, offen im Ergebnis.

 Wir möchten, dass Stadtratspolitik zu einem Wettbewerb der vielfältigen Ideen, Gedanken, Vorschläge werden soll, die offen im Stadtrat diskutiert werden, und nicht aus parteipolitischen Gründen von der Mehrheit abgelehnt werden.

Meppen wird  in ein paar Jahren anders aussehen.

 Um den großen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen alle, die Bürgerinnen-Bürger,die Kommunalpolitiker aller Parteien und die Verwaltung mithelfen.

Alle guten Ideen von allen sollen diskutiert und wenn möglich realisiert werden.

Meppen Ihre, unsere, meine Stadt ist lebens- und liebenswert, geben Sie uns und allen Fraktionen die Chance dies zu Bewahren.

.Eigentlich wollten wir ja mit diesem Jubiläum den Wahlkampf 2016 einläuten, und unser Wahlprogramm vorstellen.

 Aber am heutigen  Tag soll unser 20 jähriges Jubiläum das Thema sein und im Vordergrund stehen.

 Wir möchten mit Ihnen dieses Jubiläum feiern und mit Ihnen ein paar Stunden genießen, mit Gesprächen, Diskussionen, Sie einladen einfach sich mit uns zu freuen.

 Sehr verehrte Damen und Herren,

 Ich möchte mich noch einmal bei Ihnen allen  bedanken, dass Sie zu uns gekommen sind, in Wort und Tat, oder einfach nur weil sie da waren.

 Zum Schluss noch einmal ein Dank an alle UWG ler, wir, Sie können stolz auf 20 Jahre erfolgreiche Kommunalpolitik zurückblicken, und wir sind sicher dass sich die Idee der UWG  weiter ausbreiten wird.

 Ich denke, dass alle die  in 20 Jahren bei der UWG mitgearbeitet haben viel dazu gelernt haben, neue Erfahrungen gemacht haben, neue Menschen kennengelernt haben, und sicher einiges an Lebenserfahrung dazugewonnen haben.

Aus meiner Sicht kann ich sagen, es hat sich gelohnt, es war die  Arbeit wert. Auch wenn es viel Freizeit gekostet hat und oftmals die Familie zu kurz kam.

 Vielen Menschen konnten wir auch mit kleinen Problemen helfen, und ich denke, dass wir auch einiges dazu beigetragen haben, das unsere Heimatstadt sich positiv verändert hat.

 Deshalb ist es auch mir ein großes Anliegen, Menschen Mut zu Machen und an Kommunalpolitik heran zu führen.

Aber, last but not least, ein großes Dankeschön an unsere Wählerinnen-Wähler, an viele auch unbekannte, die uns unterstützt haben, bleiben Sie uns weiter treu, wir werden Sie nicht enttäuschen.

An alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt: Gehen Sie zur Wahl, nehmen Sie Ihr Mandat wahr, nehmen Sie alle  Mandatsträger in Verantwortung, und wählen Sie die Kandidaten von denen Sie glauben , dass Sie Ihre Interessen am besten vertreten, denen sie vertrauen.

Getreu unserem Motto

Meppen ist mehr

Meppen will mehr

Meppen kann mehr

Meppen muss mehr

 Vielen Dank